Frau Blaser, Sie bieten in Ihrer Praxis in Bern psychologische Beratung, Coaching und Psychotherapie an. Was genau verstehen Sie unter dem Begriff „Selbstreflexion“ und warum ist sie in Ihrem Coaching so zentral?

Selbstreflexion bedeutet für mich, bewusst innezuhalten und das eigene Denken, Fühlen und Handeln aus einer beobachtenden Perspektive zu betrachten. Es geht nicht um Selbstkritik, sondern um ein wertfreies Verstehen der eigenen Muster. Im Coaching ist sie deshalb so zentral, weil sie die Grundlage für jede nachhaltige Veränderung bildet. Ohne ein klares Bewusstsein darüber, warum wir in bestimmten Situationen immer wieder gleich reagieren, können wir keine neuen Wege einschlagen. In meiner Arbeit als Psychologin und Psychotherapeutin in Bern erlebe ich täglich, wie Klienten durch gezielte Selbstreflexion zu mehr Klarheit und innerer Freiheit gelangen.

Viele Menschen verbinden Selbstreflexion mit stundenlangem Grübeln. Wie unterscheidet sich Ihr Ansatz im Coaching in Bern von diesem oft belastenden Gedankenkreisen?

Das ist ein wichtiger Punkt. Grübeln ist passiv, wiederholend und führt meist in eine Sackgasse. Es nährt Ängste und Selbstzweifel. Selbstreflexion im Coaching ist dagegen ein aktiver, strukturierter Prozess. Ich gebe meinen Klienten konkrete Fragen und Werkzeuge an die Hand, die sie aus der Gedankenspirale herausführen. Zum Beispiel: „Welches Gefühl löst diese Situation genau aus? Welches Bedürfnis steckt dahinter? Welcher Glaubenssatz wird hier aktiviert?“ Im geschützten Rahmen meiner Praxis in Bern lernen die Menschen, diese Fragen zu stellen, ohne sich zu verlieren. Es ist ein konstruktiver Dialog mit sich selbst, der zu neuen Handlungsoptionen führt.

Können Sie uns ein konkretes Beispiel aus Ihrem Coaching in Bern geben, wie Selbstreflexion zu einer positiven Veränderung geführt hat?

Sehr gerne. Eine Klientin kam zu mir, weil sie sich im Beruf ständig überfordert fühlte und Konflikte mit Kollegen vermied. Durch gezielte Selbstreflexion im Coaching erkannte sie ein tiefsitzendes Muster: Sie hatte gelernt, dass sie nur dann wertvoll ist, wenn sie allen alles recht macht. Dieses Muster führte zu chronischer Erschöpfung. Im geschützten Raum unserer Gespräche in Bern konnte sie dieses Muster benennen und hinterfragen. Sie begann, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und Grenzen zu setzen. Die Folge war nicht nur weniger Stress, sondern auch mehr Respekt von ihren Kollegen. Die Selbstreflexion half ihr, aus der Opferrolle herauszutreten und Verantwortung für ihr Wohlbefinden zu übernehmen.

Sie bieten sowohl psychologische Beratung als auch Psychotherapie an. Wo liegt der Unterschied im Umgang mit Selbstreflexion in diesen beiden Bereichen?

In der psychologischen Beratung und im Coaching ist die Selbstreflexion oft zukunfts- und lösungsorientiert. Wir fragen: „Wie möchte ich mich verhalten? Welche Ressourcen habe ich, um mein Ziel zu erreichen?“ In der Psychotherapie, die ich ebenfalls in Bern anbiete, kann die Selbstreflexion tiefer gehen. Sie dient dann auch der Aufarbeitung von vergangenen Verletzungen und der Heilung von emotionalen Wunden. Hier ist es besonders wichtig, dass die Selbstreflexion von einer erfahrenen Therapeutin begleitet wird, um eine Re-Traumatisierung zu vermeiden. In beiden Fällen ist die Selbstreflexion das Werkzeug, aber die Tiefe und das Tempo passen wir dem Anliegen und der psychischen Stabilität des Klienten an.

Welche Rolle spielt der Ort – Ihre Praxis in Bern – für den Prozess der Selbstreflexion im Coaching?

Eine sehr wichtige. Ein sicherer, neutraler Ort ist die Voraussetzung dafür, dass ein Mensch überhaupt bereit ist, sich auf eine ehrliche Selbstreflexion einzulassen. Meine Praxis in Bern ist bewusst so gestaltet, dass sie Ruhe und Geborgenheit ausstrahlt. Wenn die äußere Umgebung stimmt, fällt es viel leichter, nach innen zu gehen. Die Stadt Bern selbst mit ihrer überschaubaren Größe und der Nähe zur Natur bietet zudem eine angenehme Atmosphäre, die zur inneren Einkehr einlädt. Viele meiner Klienten schätzen es, diesen geschützten Raum zu haben, in dem sie ganz bei sich sein können.

Abschließend: Was würden Sie jemandem raten, der in Bern nach einem Coaching sucht und den Begriff „Selbstreflexion“ vielleicht noch nie gehört hat?

Ich würde sagen: Selbstreflexion ist nichts Abstraktes oder Kompliziertes. Es ist die Fähigkeit, sich selbst besser kennenzulernen. Jeder von uns reflektiert unbewusst, aber im Coaching lernen wir, es bewusst und zielgerichtet zu tun. Wenn Sie das Gefühl haben, immer wieder in denselben Mustern festzustecken, oder wenn Sie einfach mehr Klarheit über sich selbst gewinnen möchten, dann ist ein Coaching in Bern mit dem Fokus auf Selbstreflexion ein wunderbarer erster Schritt. Es ist eine Investition in sich selbst, die sich in allen Lebensbereichen auszahlt – beruflich, privat und vor allem in der Beziehung zu sich selbst.

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📅 Datum: 2025-09-13 13:25:19